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Angeln

Angeln, Fischen oder einfach


 nur Naturgenießen.

 

 

Natur genießen, das kenne ich. Sich in aller Ruhe an einer schönen Stelle niederlassen, den Blick über Felder, Wiesen schweifen lassen. Die Düfte der Jahreszeit aufnehmen und mit weit geöffneten Augen beginnen zu träumen, den Gesang der Vögel lauschen und sich einfach tragen zu lassen von der Stimmung die sich einstellt, das alles mag ich.

Doch wie das alles beim Angeln gehen soll konnte ich mir nicht so recht vorstellen. Angeln oder Fischen das hat doch was mit Jagen zu tun. Halt nach Fischen jagen. Das diente in frühen Zeiten zum Lebensunterhalt. Gerade bei uns am Obermain war es ein wichtiges  und erreichbares Lebensmittel der ärmeren Leute. Der Fisch wuchs in den Gewässern von allein und man brauchte ihn dann halt nur noch fangen. Na gut, aber heutzutage kann man doch seinen Fisch überall kaufen. Warum soll man den danach noch aufwendig jagen? Und heutzutage gibt es ja auch nicht mehr diesen Fischreichtum wie früher. Unsere Lebensweise, mit intensiver Landbewirtschaftung, Regulierung, Verbau und Verdichtung immer mehr Flächen in der Landschaft, mit Begradigungen, Kanalisierungen, Umlegungen oder sogar Trockenlegungen unserer Gräben, Bäche und Flüsse, dies alles trägt, mit einer immer noch zunehmenden Überdüngung, zum Rückgang, ja sogar schon zum Aussterben einiger Arten unserer Fische bei.

Also warum angeln, fischen. Ich hatte keinen vernünftigen Grund bis dahin gefunden.

Das alles änderte sich 1973 völlig. Da erlitt der Vater meiner damaligen Freundin, heute ist sie meine geliebte Frau, völlig unerwartet einen Schlaganfall. Karl, so sein Name, Karl hielt es nach einen auch noch so großen Gewitter nicht mehr in seiner Werkstatt aus. Schon vor den letzten Regentropfen schaltete er seine Hobelmaschine aus und richtete sich zum Angeln.

Am  Rollstuhl gefesselt und mit nur noch einer funktionierenden Hand ging das alles nicht mehr. Doch der See und die Angel war da, auch scheinbar passende Wetter stellte sich hin und wieder ein. Und da wollte Gabi und ich helfen. Einen Wurm anhängen, die Angel auswerfen und in die Hand geben, das kann doch nicht so schwer sein.

Weit gefehlt!

Ich will das gar nicht weiter ausführen, Karl jedenfalls hatte nach kurzer Zeit schon genug gesehen und wollte nur wieder heim. Zum Angeln wollte er ab da eigentlich nicht mehr. Was blieb war nach einen Gewitter nur ein vorsichtiger, kurzer Blick zum  Fenster. Zwei Stunden zuzusehen wie ich die Schnur versuche zu entwirren, das wollte er sich wohl nicht mehr zumuten.

Für mich war es Anlass da was zu tun. Und so kam es das ich die Fischerprüfung ablegte und nun auch einer von denen bin.

Aber Unterschiede gibt es wie überall auch da. Meine grundlegende Einstellung und was ich über Fische und Fischen gelernt habe führte mich mehr zum Betrachter, Schützer hin als zum Sportfischer. Heute erlebe ich die See und Flusslandschaften am Obermain lieber bei ausgiebigen Kontrollgängen als Fischereiaufseher und versuche dabei jungen Anglern auch eine etwas andere Perspektive näher zu bringen.

 

Angelvereine, wie mein Verein ASV - Ebensfeld, haben jedoch schon eine wichtige Aufgabe.

Das Sportliche beim Angeln, mit Preisfischen, Wettkampffischen und die Jagd nach den größten Fisch, der nur zum Fotografieren gefangen worden ist, gehört glücklicher weise der Vergangenheit an.

Heute ist es Aufgabe die Bestände zu erhalten, dafür zu sorgen das die Lebensbedingungen der Gottesgeschöpfe in den Flüssen und Seen sich wieder verbessern.

Wer anders als die Angelvereine sollen sich den um die Fische und ihren Lebensraum kümmern ?

An meiner Grundeinstellung zum Umgang mit Landschaft und Natur erleben hat sich nichts verändert. Seit 1973 weis ich jedoch das,  auch wenn man Fische nicht singen hört und die Landschaft unter der Wasseroberfläche nur schwer zu erkennen ist, die Schönheit der Natur an den Ufern nicht endet.

 

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Kurt Hammer
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