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Messerbau

Hier bekommt Ihr einen kurzen

Einblick in meine

Arbeitsweise beim Messerbauen

 

 

Es beginnt alles mit einen Entwurf. Dazu nehme ich mir eine meiner Klingenrohlinge und zeichne den Umriß auf ein Blatt Papier. Nach viel drehen und wenden, immer den Klingenrohling dabei in der Hand, formieren sich erste Vorstellungen im Kopf und ich bringe die Umrisse der Griffform zu Papier. Dabei geht schon einiges an Radiergummi verloren. Nicht jeder Strich sitzt da wo ihn man sich vorstellt. Aber mit der Zeit hat man doch ein paar brauchbare erste Entwürfe zusammen. Wenn ich dazu in Stimmung bin bleibt es nicht nur bei einen Entwurf zu einen Klingentyp. Meist hau ich da schon eine ganze Serie durch. Bei späteren Sontierungen fallen da immer wieder einige in den Papierkorb.

 

Manchmal entstehen auch gleich Entwürfe für Scheiden dazu. Bessere Einfälle zu Scheiden kommen, so wenigstens ist es bei mir,  wenn man das fertige Messer vor sich liegen hat.  Und so bringe ich auch die Gedanken zur Scheide auf den ausgewählten Entwurf des Messers zu Papier. Auch da entstehen meist mehrere.

 

Und dann geht es faßt schon richtig los. Finde ich zu einen meiner vielen Entwürfe ein passendes Stück Holz bzw. ist das entsprechende Stück bereits ausgewählt und Verarbeitungsbereit, dann wird es zusammen mit den anderen Materialien in eine Box zum Entwurf gelegt und es geht auf in die Werkstatt. Bei der Auswahl der Griffhölzer ist es ratsam sehr wählerisch zu sein. Hölzer sollten absolut rissfrei und vor Allem ausreichend lang getrocknet sein. Ein harmonisches Zusammenspiel zwischen den erwählten Materialien, der Klingenform und der Griffform versteht sich von selbst. Schließlich ergibt sich daraus das Erscheinungbild des Messers. Nur aus einen guten Entwurf allein entsteht noch lange kein klassse Meser. Die Harmonie der verwendeten Materialien ist zumindest genau so wichtig wie ein guter Entwurf und eine saubere Verarbeitung.

 

Jetzt wird die Klinge entsprechend dem Entwurf nachgearbeitet bzw. angepaßt. Die Angel muß ebenfals dem geplanten Griff  und dessen Befestigung angeglichen werden. Ich arbeite mit durchgehenden Angeln, welche dann in tratitionellerr Weise vernietet werden, genauso wie mit Verschraubungen, verdeckt oder sichtbar in der Abschlußplatte und allen anderen nur denkbaren Befestigungen. Für die Wahl der Befestigung ist wesentlich der Messerentwurf bestimment.

 

Der nächste Schritt ist die Herstellung der Kopfplatte bzw. dem Teil das der Klinge am nächsten ist. Dazu muß mit großer Genauigkeit ein Durchgang geschaffen werden. Zwischen Messerklinge und Kopfplatte darf kein Raum entstehen. Bei diesen Arbeitsschritt gehe ich mit größter Sorgfallt vor. Selbst kleinste Räume könnten sich später mit Resten von Blut oder ähnlichen vollsetzen und bei Verletzungen dann zu unangenehmen Infektionen führen. Selbst die kleinsten Spalte werden dann, wenn das erste Stück am Messer montiert wird, mit Klebstoff geschlossen. Kopfplatten aus Metall werden alle verlötet.

 

Nun geht es daran nach Entwurf alle folgenden Elemente auf die Angel anzupassen. Dazu werden entsprechend große Materialstücke wie Horn, Fiber, Messing oder Leder ausgeschnitten und plan gearbeitet. Die Teilstücke werden dann gleichfals mit einen Durchgang für die Angel versehen und nach und nach aufgepasst. Hauptelement ist, zumindest in den meisten Fällen, das  Holzstück. Bei der Platzierung dieses tragenden Elementes wird darauf geachtet das die schönsten Bereiche der Holzzeichnung auch innerhalb der geplanten Griffform, nach Möglichkeit auch an der wirkungsvollsten Stelle, liegt. Das gelingt nicht immer da es äußerst schwierig ist abzuschätzen was sich hinter der Oberfläche des Rohlings befindet. Erst beim Herausarbeiten der Grifform zeigt sich wie gut man da gelegen hat. Sind so alle Griffteile vorgearbeitet beginnt die Vorbereitung des nächsten wichtigen Schrittes.

 

Alle Komponenten werden jetzt aufgerauht, peinlichst gesäubert und fettfrei gemacht. Mit einen zwei Komponenten Spezialklebstoff werden nun die Teile sorgfälltig bestrichen, alle kleineren Hohlräume ausgefüllt und das Ganze montiert. Nach einer sicheren Fixierung muß der Klebstoff bis zu 24 Stunden aushärten bevor es dann weiter gehen kann.

 

Jetzt werden die Umrisse des Griffes vom Entwurf übertragen. Dann beginne ich  mit einer kleinen Handsäge großzügig den Griffklotz zurechtzusägen. Feilend und schleifend arbeite ich mich nun an die endgültige Form heran. Erst wenn die Konturen perfekt stehen geht es mit der anderen Ebene los. Dazu wird über die Klinke die Mitte des Griffes bestimmt. Jetzt kann die Kontur dieser Ebene herausgearbeitet werden. Sind die 4 Flächen fertig kann damit begonnen werden durch brechen der Kanten sich an die endgültige Griffform heranzuarbeiten. Das Gröbste ist nun getan.

 

Die Arbeit ist aber noch nicht vorbei. Jetzt beginnen wir mit den schweißtreibenden Schleifvorgang. Mit grober Körnung, nicht feiner als 80 beginnen wir den Griff von den Bearbeitungsspuren zu befreien. Nach und nach wird dieser Vorgang mit immer feinerer Körnung wiederholt bis wir bei einer Körnung von 400 bis 600 angekommen sind. Die Sprünge nicht zu groß wählen. Ich bevorzuge nach 80 auf max. 120 dann 180, 240,280,320, 400 und bei bedarf je nach Holzart bis 600 zu gehen. Lässt mann eine Stufe aus so hatt die Mühe mit den dann zu feinen Korn kein Ende.

 

Der Griff wird mit einem feuchten Tuch leicht abgewischt. Durch die Feuchtigkeit stellen sich die Holzfasern leicht auf. Mit Stahlwolle 000, das ist die feinste die zu bekommen ist, werden die aufgestellten Fasern abgeschnitten und die natürliche Maserung des Holzes wird dadurch noch mehr hervorgehoben. Der Vorgang muß, nach Holzart, mehrfach wiederholt werden.

 

Als letztes wird der Griff mit Leinölfirnis eingelassen. Dieser Vorgang wird nach ca. zwei Monaten wiederholt. Der Griff ist nun beständig geschützt. Behandlung mit Leinöl erlaubt immer eine Nacharbeit, Reperatur am Griff ohne diesen gleich mit viel Mühe von irgendwelchen Lackierungen zu befreien zu müssen. Das Holz lebt mit der Leinölschicht weiter. Nach einer Ausbesserung kann erneut eine Schicht aufgetragen werden und die Reperatur ist nicht zuerkennen. Der Griff ist so schön wie neu. Lackierte oder anderswie versiegelte Griffe sind ohne erkennbare Spuren nicht zu reparieren.

 

Nun kann das Messer seinen Feinschliff erhalten und aufpoliert werden.

Fertig !

 

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